Der Waldmeister stammt aus der Gattung der Labkräuter (Galium). Seine Heimat ist Nord– und Mitteleuropa sowie in West-Sibirien bis zu einer Höhe von 1400 m, wo man ihn meist Buchenwäldern antrifft. Der lateinische Name für Waldmeister ist Galium odoratum. Diese ausdauernde Pflanze wird zwischen 20 — 30 cm hoch. Die Stängel sind aufrecht, glatt und vierkantig.
Seine dunkelgrünen Blätter sind schmal, lang und stehen quirlig in Sechser– oder Achtergruppen angeordnet zusammen. Die weißen Blüten sind klein und ähneln Sternen. Die Früchte des Galium odoratum sind klein und borstig.
Der Standort sollte schattig sein, die Ansprüche an den Boden sind, nicht zu trocken und möglichst kalkhaltig, sowie frisch, locker und nährstoffreich.
Die Blütezeit des Waldmeisters ist von April bis Juni, die ist auch die Zeit für eine Waldmeisterbowle.
Während der Blüte kann man das Kraut sammeln und im Schatten trocknen. Es ist darauf zu achten, dass sich keine braunen Verfärbungen bilden. Nach dem Trocknen kann man den Waldmeister in dunklen und gut verschlossenen Behältnissen aufbewahren. Durch das Verwelken der Blüten entsteht der typische Geruch des Waldmeisters.
Seine Vermehrung erfolgt durch die trockenen Früchte, die in zwei einsamige Teilfrüchte zerfallen. Durch die hakigen Borsten klammern sich die Früchte an Fell, Gefieder oder auch Kleidungsstücken fest, so können sie weit verbreitet werden. Natürlich kann man den Waldmeister durch Teilung vermehren.


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